Eine Rakete mit Brausetabletten antreiben? Geheimschriften entschlüsseln? Eine Seife aus einer Kerze gewinnen – und umgekehrt: eine Kerze aus einer Seife? Ein Fotopapier aus einem Mittel gegen Warzen erzeugen?

Mit solchen und ähnlichen Fragen rund um die Chemie beschäftigen sich Schülerinnen und Schüler aus Rheinland-Pfalz seit 2001 in ihrer Freizeit. Nicht selten wird die heimische Küche zum Chemielabor! Beim jährlich ausgeschriebenen Wettbewerb „Leben mit Chemie“ stellten sich im Jahr 2011 mehr als 1200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Chemie des Alltags.

Jedes Jahr im Januar erwarten die Schulen die Aufgaben des Landeswettbewerbs „Leben mit Chemie“. Angesprochen sind Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 bis 10 an Gymnasien und Gesamtschulen. Zu Hause geht es dann los: Experimente mit einfachen Mitteln werden geplant, durchgeführt und ausgewertet. Mit welchem Ansporn sich manche an die Arbeit machen, welchen Ehrgeiz sie entwickeln, das zeigt eindrucksvoll die „Chemieküche“ eines Teilnehmers. Je nach Alter müssen auch Fragen theoretisch beantwortet werden. 

Der Aufwand wird belohnt: Alle, die ernsthaft teilnehmen, erhalten eine Urkunde. Die Besten werden mit einer Ehrenurkunde und einem zusätzlichen Buchgutschein ausgezeichnet. Einige Schülerinnen und Schüler sind über mehrere Jahre mit großem Elan dabei und erhalten den Hauptpreis:einen mehrtägigen experimentellen Workshop. Dann geht es in ein „richtiges“ Chemielabor, wo die Jungforscher die einmalige Chance haben, über einen längeren Zeitraum und mit einer professionellen Ausstattung zu experimentieren. Gleichzeitig werden Kontakte zu Gleichgesinnten geknüpft und vielfältige Erfahrungen ausgetauscht. Dabei bleibt natürlich auch noch Zeit für gemeinsame Freizeitaktivitäten.

Angeregt durch die Teilnahme am Wettbewerb „Leben mit Chemie“ stürzen sich anschlie-ßend viele ältere Schülerinnen und Schüler auf die „Internationale Chemie-Olympiade“: Der Wettbewerbsgedanke, die Auseinandersetzung mit Fragestellungen aus dem Bereich der Chemie und mit entsprechender Literatur ist nämlich bereits im Sekundarstufe I-Wettbewerb angelegt, so dass sich Schülerinnen und Schüler in jungen Jahren den Herausforderungen eines Wettbewerbs stellen können und sie eine solche Teilnahme als persönlichen Gewinn erfahren.

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