Die fünft- bis achtplatzierten der deutschen Auswahlrunde zur IChO sind die Nachrückkandidaten für das vierköpfige IChO-Team. Um ihre außerordentlichen Leistungen auch ohne IChO-Teilnahme zu würdigen, organisiert der FChO zusammen mit dem IPN seit 2008 Auslandspraktika für diese beiden Teilnehmer. Dabei forschen die Schüler während der vierwöchigen Aufenthalte an den Themen in den Gastgeber-Arbeitskreisen und können darüber hinaus viele kulturelle und persönliche Erfahrungen sammeln.

In den vergangenen Jahren konnten die Schüler aus fünf Arbeitskreisen wählen, die überwiegend von ehemaligen Teilnehmern der Chemie- Olympiade geleitet werden. So fanden Praktika in Göteborg (Schweden), Nashville (USA), Oxford (Großbritannien), Harvard (USA) und Zürich (Schweiz) statt. Die Themenbereiche der Praktika decken das gesamte Spektrum der Chemie ab – von Strukturvorhersagen von Proteinen und deren Analyse mit Hilfe der Massenspektrometrie über die Mikrowellen- Festkörpersynthese bis zur Elektronenresonanzspektroskopie und zur lokalisierten Oberflächenplasmonenresonanz in Metallnanopartikeln.