Die dritte Runde des Auswahlverfahrens zur IChO findet bei den Teilnehmern regelmäßig großen Anklang, steht mit 60 Teilnehmern aber nur einem relativ kleinen Kreis von Schülern offen. Daher kommt den vom FChO organisierten sogenannten Landesseminaren eine große Bedeutung bei der Förderung eines möglichst breiten Teilnehmerkreises zu. Diese mehrtägigen Seminare finden auf der Ebene eines oder mehrerer Bundesländer für die erfolgreichsten Teilnehmer der ersten Wettbewerbsrunden statt und werden meist von einem Partner aus der Industrie unterstützt. Ähnlich wie beim Auswahlseminar zur dritten Runde gibt es auf diesen Seminaren Laborarbeit und Übungsaufgaben unter der Betreuung ehemaliger Teilnehmer, Vorträge zu chemischen Themen sowie ein kulturelles Programm mit Theaterbesuchen oder sportlichen Aktivitäten.

Damit bieten die Landesseminare die gleichen Vorteile wie das Auswahlseminar zur dritten Runde: Vorträge, die zum Teil deutlich über Schulniveau hinaus gehen, erlauben es den Teilnehmern, ihren Horizont zu erweitern; Übungsaufgaben mit mehreren Betreuern für eine kleine Gruppe bereiten nicht nur auf weitere Wettbewerbsrunden vor, sondern helfen den Schülern auch, ihre Problemlösefähigkeiten allgemein weiterzuentwickeln; und natürlich bieten die Seminare eine hervorragende Möglichkeit zum Kontakt und Austausch mit Gleichgesinnten.
Darüber hinaus gibt es zumeist noch ein ein- oder mehrtägiges Laborpraktikum, in dem die Teilnehmer Versuche durchführen können, die in der Schule meist kaum möglich sind. Somit stellt die Teilnahme an einem Landesseminar sowohl einen Wettbewerbspreis als auch Vorbereitung auf weitere Runden der Chemie-Olympiade oder auf eine erneute Teilnahme im nächsten Jahr dar. Vielen Teilnehmern dient es außerdem zur Orientierung, ob ein Chemiestudium nach dem Abitur für sie in Frage kommt.

 Einen aktuellen Teilnehmerbericht finden Sie hier.