Das Kuratorium schließlich wird vom Vorstand einberufen. Es besteht derzeit aus neun Personen, die sich für die Idee des Vereins in besonderem Maße eingesetzt haben. Das Kuratorium hat die Aufgabe, den Verein in der Öffentlichkeit zu vertreten. Alle vergangenen Vorstandsvorsitzenden sind aktuell Teil des Kuratoriums; im Kuratorium sind somit die erfahrensten Mitglieder des Vereins versammelt.

 

Prof. Dr. Jan-Dierk Grunwaldt

Jan-Dierk war Mitgründer und erster Vorsitzender des FChO von 1992 - 1997. Er begleitete den FChO von erster Minute an und gestaltete wesentliche Elemente des heute bestehenden Netzwerks und der Struktur mit. Selbst nahm er an der Internationalen Chemie-Olympiade 1988 in Finnland teil, 1996 nochmals als Betreuer der deutschen Mannschaft in Moskau sowie 2004 in der Aufgabenkommission bei der Austragung der Internationalen Chemie-Olympiade in Deutschland. .

Jan-Dierk studierte in Hamburg und Newcastle upon Tyne Chemie und promovierte 1993 – 1998 an der ETH Zürich. Nach dreijähriger Tätigkeit beim dänischen Katalysator- und Engineeringunternehmen Haldor Topsoe ging er im Jahre 2001 zurück an die ETH Zürich, wo er sich 2006 im Fach Chemie mit Schwerpunkten in Technischer Chemie und Katalysatorforschung kombiniert mit in-situ-spektroskopischen Techniken habilitierte. 2008 – 2010 war er Professor für "Catalysis and Chemical Engineering" an der Technical University of Denmark (DTU) in Lyngby/Kopenhagen und hat seit  2010 einen Lehrstuhl für Chemische Technik und Katalyse am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), ist Adj. Professor in der Chemischen Verfahrenstechnik an der DTU und im Direktorium des Instituts für Katalyseforschung und -Technologie (IKFT) am KIT. 

 

Dr. Kai Exner

Auch Kai war Vorstandsmitglied von erste Stunde an. Dem Studium und der Promotion mit Schwerpunkt "Organische Synthese und Chromophorenwechselwirkung" in Freiburg folgte ein Postdoc-Aufenthalt bei Paul von Rague-Schleyer an der UGA in Athens, USA. Im November 2000 wechselte Kai in die Industrie und ist seitdem bei der BASF tätig: zunächst bei der BASF SE in Forschungsprojekten, von 2005–2008 in Mumbai (Indien) zum Aufbau eines Forschungslabors und von 2008–2010 als Gruppenleiter zur Entwicklung neuer Vorstufen für Pharma- und Agrowirkstoffe. Seit 2011 ist er bei der BASF New Business GmbH verantwortlich für die Technologie Organischer Elektronik. 

 

Prof. Dr. Frank Sobott

Auch Frank war Gründungsmitglied des FChO und viele Jahre im Vorstand des FChO aktiv. In seiner Zeit als Schriftführer baute er die "Faszination Chemie" als Mitgliederzeitung auf.

Nach dem Chemiestudium in Frankfurt promovierte Frank in der pysikalischen Chemie in der Arbeitsgruppe von Prof. B. Brutschy im Bereich der Massenspektrometrie. Im Anschluss daran ging er zunächst kurz nach Japan, dann als Postdoc nach England in die Arbeitsgruppe von Prof. C.V. Robinson (Biologische Chemie) an den Universitäten Oxford und Cambridge. In Oxford war er als Gruppenleiter für Biophysik im Structural Genomics Consortium, Leiter der Proteomik im Oxford Ion Channel (OXION) Projekt und als Principal Investigator im Department of Biochemistry tätig. Von 2009–2017 war er Professor für Massenspektrometrie und Leiter des Zentrums für Proteomik an der Universitaet Antwerpen (Belgien). Seit 2017 hat er den Lehrstuhl für Biologische Massenspektrometrie am Astbury Centre, Universität Leeds (UK), inne. 

 

Dr. Christoph Kiener

Christoph erlebte die Gründung des FChO 1992 noch als Schüler während der 3. Auswahlrunde zur Chemie-Olympiade in Berlin mit. Im Vorstand von 1994 bis 2001 wirkte er zunächst als Schriftführer, dann als stellvertretender und schließlich Vorsitzender des FChO. Christoph studierte Chemie an der TU München und promovierte am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr in der Gruppe von Ferdi Schüth.

Schon seit dem Studium beschäftigt sich Christoph mit industriellen Stoffstrombetrachtungen sowie Verfügbarkeitsanalysen fossiler Energieträger und zukünftigen Energieversorgungsstrategien. Heute befasst er sich bei der Konzernforschung der Siemens AG mit dem Thema "Sustainability Engineering" und entwickelt mit dem Hintergrund aus Reaktions- und Prozesstechnik industrielle Anlagenkonzepte und Funktionsbauteile, die mittels Additive Manufacturing ("3D-Druck") hergestellt werden.

 

Dr. Johannes Zipfel

Johannes war 1992 Gründungsmitglied des FChOs und war von 1993 bis 1999 zunächst stellvertretender Vorsitzender und dann erster Vorsitzender des FChO.

Nach der Teilnahme an der IChO in Lodz (Polen, 1991) studierte Johannes Chemie in Freiburg. Seinen Schwerpunkt Makromolekulare Chemie fokussierte er während seiner Promotion, die er unter Betreuung von Walter Richtering (Uni Freiburg) in Grenoble am Institut Laue-Langevin unter Nutzung der Neutronenkleinwinkelstreuung durchführte. Danach wechselte er als Postdoc an das Institut Laue-Langevin in Grenoble, wo er als stellvertretender Instrumentenverantwortlicher universitäre und industrielle Forschungsgruppen betreute.

Seit 2002 ist Johannes für die Henkel KGaA in Düsseldorf tätig, zunächst in der zentralen chemischen Forschung. Heute ist er für die Produktentwicklung der automatischen Geschirrspülmittel verantwortlich.

 

Dr. Maximilian Hofmann

Maximilian nahm 1995 und 1996 am Auswahlverfahren der internationalen Chemie-Olympiade teil. Daraufhin begleitete er den FChO für viele Jahre sehr aktiv: seit 1999 für 6 erfolgreiche Jahre als Vorstandsmitglied.

Seinem Chemiestudium in Tübingen und Heidelberg schloss er einen Jahresaufenthalt an der Stanford University, Kalifornien an und kehrte danach für seine Promotion in Physikalischer Chemie nach Heidelberg zurück. 2006 verteidigte er seine Studien zum Thema „laser-induced incandescence for soot diagnostics at high pressure“. Von 2007 bis 2011 arbeitete er für die BASF AG in Ludwigshafen in der Polymerforschung mit Schwerpunkt auf Polymerverfahrensentwicklung für Polymerschäume und Thermoplaste. Von 2011 bis 2014 war Maximilian bei der BASF zuständig für die globale Strategie für Dispersionen und Pigmente, davon zwei Jahre lang im regional headquarter in Hongkong. Von 2014 bis 2018 arbeitete Maximilian, zurück in Ludwigshafen, im Marketing für das europäische Harz- und Additivgeschäft für die Lackindustrie. Seit 2018 leitet er ein Team für Technologie-Scouting, um neue, bahnbrechende Technologien zu identifizieren, die die BASF heute noch nutzt. 

Prof. Dr. Christoph Jacob

Christoph hat 1997 an der Chemie-Olympiade teilgenommen und gelangte direkt in die deutsche Mannschaft. In Kanada erzielte er eine Bronzemedaille. Seit 2000 war er für sieben Jahre im Vorstand des FChO, darunter vier Jahre als Vorsitzender.

Währenddessen studierte Christoph Chemie - zunächst in Marburg, dann in Karlsruhe. Hiernach verbrachte er ein Post-Diploma-Jahr an der Auckland University in Neuseeland. Ende 2007 schloss Christoph seine Promotion in Theoretischer Chemie an der Vrije Universiteit in Amsterdam ab. Nach einem Post-Doc an der ETH Zürich war er von 2010 bis 2014 unabhängiger Nachwuchsgruppenleiter am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und hat sich dort habilitiert. Seit Oktober 2014 ist Christoph Professor für Theoretische Chemie an der TU Braunschweig.

 

Prof. Dr. Jana Zaumseil

Jana Zaumseil nahm von 1995 bis 1997 am Auswahlverfahren der Chemieolympiade teil und engagierte sich danach im Förderverein u.a. als stellvertretende Vorsitzende und spätere Vorsitzende.

Sie studierte Chemie an der Universität Leipzig und ging nach dem Diplomabschluss für ein Jahr an die Bell Laboratories in den USA bevor sie ihre Promotion an der Universität Cambridge begann. Sie schloss 2007 mit einer Dissertation zum Thema leuchtende organische Transistoren ab und ging danach als Postdoc-Fellow an das Center for Nanoscale Materials am Argonne National Laboratory, USA. 2009 bis 2014 war sie Professorin am Department für Werkstoffwissenschaften der Universität Erlangen-Nürnberg. Seit 2014 hat sie den Lehrstuhl für Angewandte Physikalische Chemie an der Universität Heidelberg inne.

 

Dr. Markus Schwind

Markus nahm 2000 bis 2003 am Auswahlverfahren der Internationalen Chemie-Olympiade teil. Seit dieser Zeit unterstützte er die Arbeit des FChO aktiv. Von 2005 bis 2007 arbeitete Markus dann als stellvertretender Vorsitzender und bis 2011 als Vorsitzender im Förderverein.

Sein Chemiestudium in Mainz und in Göteborg, Schweden, schloss Markus mit einer Diplomarbeit am Max-Planck-Institut für Polymerforschung ab. Anschließend kehrte er nach Göteborg an die Technische Hochschule Chalmers zurück und promovierte dort in der Chemischen Physik auf dem Thema "Nanoplasmonic Sensing for Materials Science - Corrosion and Solid-Liquid Phase Transition". Seit 2012 arbeitet er bei BASF SE in Ludwigshafen und Madison, WI, im Bereich Process Research & Chemical Engineering an neuen Technologien wie Thermoelektrik und magnetischer Kühlung.

 

Dr. Timo Gehring

Timo ist seit seiner eigenen Teilnahme 1998 (2. Runde) und 1999 (4. Runde) beim deutschen Auswahlverfahren zur Internationalen Chemie-Olympiade Mitglied im FChO. Im Beirat war er 10 Jahre lang mit für die Schnupperpraktika-Vermittlung verantwortlich und von 2009–2010 stellv. Vorsitzender und von 2011–2012 Vorstandsvorsitzender des FChO. Bei der Chemie-Olympiade 2004 in Kiel war er Orga-Assistent und später als Betreuer auf den Internationalen Chemie-Olympiaden in Cambridge (2009), Tokio (2010), Washington (2012) und Moskau (2013).

Timo studierte Chemie und Mathematik in Karlsruhe und promovierte 2009 in Chemie in Karlsruhe. Nach Post-Doc-Aufenthalten in Paris, Oxford und San Diego fing er 2011 an als Laborleiter bei Archimica GmbH (später Euticals GmbH) im Industriepark Höchst in Frankfurt zu arbeiten. Seit 2013 hat Timo ein Fernstudium in Pharmaceutical Quality by Design an der De Montfort University - Leicester UK aufgenommen. In 2014 wechselte er zur Firma Peptido GmbH in Bexbach (Saarland) und ist als Produktionsleiter u. a. für die Herstellung von Schilddrüsenhormonen verantwortlich.

In 2018 hat Timo im Rahmen eines Fernstudiums einen Master in "Quality by Design for the Pharmaceutical Industry" an der De Montfort University (Leicester, UK) erworben. 

 

Sascha Jähnigen

Sascha nahm in den Jahren 2004 und 2005 an “Chemie – die stimmt!”, sowie 2005 bis 2007 an der Chemie-Olympiade teil und ist seit 2006 Vereinsmitglied. Er half bei der Betreuung des IChO-Auswahlverfahrens und arbeitete in der Redaktion der Faszination Chemie, bevor er 2011 als Schriftführer Mitglied des Vorstandes wurde. Von 2013 bis 2017 war er Vorsitzender des FChO. Er betreute das IChO-Team in Moskau (2013), Baku (2015) und Bangkok (2017).

Sascha studierte Chemie an der Universität Leipzig und der Universidad Complutense de Madrid. Seit 2014 arbeitet er an seiner Dissertation in der Theoretischen Chemie mit dem Schwerpunkt Spektroskopie und Molekulardynamik in der kondensierten Phase an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

 

Dr. Tim Bleith

Tim nahm 2004, 2005 und 2006 am Auswahlverfahren zur Internationalen Chemie-Olympiade teil. Seitdem ist er im Förderverein aktiv, zunächst als Betreuer beim Landesseminar Rheinland-Pfalz, später u.a. im Vorstand als Schatzmeister (2009–2011) sowie als Rechnungsprüfer (2015–2019).

Nach seinem Zivildienst studierte Tim Chemie an der Universität Mainz. Währenddessen absolvierte er einen Forschungsaufenthalt am California Institute of Technology und der TU München sowie ein Praktikum bei der BASF. Für die Doktorarbeit wechselte Tim 2012 an die Universität Heidelberg und forschte an Reaktionsmechanismen homogen katalysierter Reaktionen. Dabei legte er einen besonderen Fokus auf die Wirkweise von Katalysatoren basierend auf Eisen, Kupfer und Zink. Seit 2016 ist Tim Bleith als Laborleiter in der Forschung und Entwicklung bei der Evonik in Darmstadt tätig und forscht auf dem Gebiet der Methacrylate.

 

Dr. Karin Kiewisch

Während der Teilnahme am Auswahlverfahren im Jahr 2001 trat Karin dem Förderverein Chemie-Olympiade bei, um sich in der Vereinsarbeit zunächst beim Landesseminar Rheinland-Pfalz / Saarland und von 2005–2008 als Schatzmeisterin im Vorstand einzubringen. 

Karin studierte Chemie in Marburg und Seoul. Nach der Promotion in theoretischer Chemie an der ETH Zürich 2010 forschte sie als Postdoc an der Vrije Universiteit in Amsterdam. Seit 2013 ist sie im Wissenschaftsmanagement tätig. Am DLR-Projektträger in Bonn unterstützte sie für das Bundesforschungsministerium die Zusammenarbeit deutscher Wissenschaftler mit Partnern in Russland, Korea und Europa. 2018 wechselte sie zum DLR Raumfahrtmanagement, wo sie Projekte zur Erforschung physikalischer und materialwissenschaftlicher Fragestellungen betreut, die Weltraumbedingungen, insbesondere Schwerelosigkeit, erfordern.