WILLKOMMEN BEIM FCHO E.V.

Förderverein Chemie-Olympiade e.V.

Was vor 25 Jahren mit einem kleinen Kreis von zwölf ehemaligen Olympioniken begann, bildet heute ein Netzwerk aus über 550 Mitgliedern – Studierende, Professorinnen und Professoren, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie – verteilt über ganz Deutschland und darüber hinaus, die sich ehrenamtlich für die Förderung naturwissenschaftlich interessierter Schülerinnen und Schüler einsetzen. Diese bilden den Nachwuchs unseres Vereins, der stetig wächst.

Wie kann ich an der IChO teilnehmen?

Merseburg, 05.07.2014 - Der Pfortenser Schüler Jonah Strauß hat am vergangenen Donnerstag eine 4-stündige Chemieklausur bewältigt. Von so viel Chemie muss man doch Kopfschmerzen bekommen, wird sich da so mancher denken. Kein Problem für den Zehntklässler Jonah. Denn er kann seit Neuestem die Kopfschmerztabletten selbst herstellen. Jonah ist einer von 2500 Teilnehmern an der diesjährigen Chemie-Olympiade "Chemie - die stimmt!".

An diesem Wettbewerb, der inzwischen in 10 Bundesländern stattfindet, können Schüler der 8. bis 10. Klassen teilnehmen. Zuerst löste Jonah die kniffligen Aufgaben der Hausaufgabenrunde. Als einer der Besten Sachsen-Anhalts durfte Jonah an der Landesrunde teilnehmen, die traditionell an Jonahs Schule, der Landesschule Pforta, ausgetragen wird. Dort musste er sich gegen 30 Schüler derselben Altersklasse durchsetzen. Bei der Landesrunde mit einem dritten Platz ausgezeichnet, wurde Jonah dann schliesslich zum großen Finale nach Merseburg eingeladen. Dort begegneten sich diese Woche vier Tage lang die 36 besten Nachwuchschemiker Mitteldeutschlands.

Selbstverständlich wurde auch in Merseburg wieder viel geknobelt. Beispielsweise beim Chemischem Elemente-Sodoku. Aber mit der Theorie allein war es nicht getan. Die Chemie-Asse mussten sich auch im Labor beweisen. Das war für die meisten Schüler der schwierigere Teil, da hier Chemikalien und Geräte zum Einsatz kamen, die unter normalen Umständen erst im Chemiestudium zum Einsatz kommen. Die Aufgabe lautete, eine Chemiekalie mit dem komplizierten Namen N-Acetyl-4-aminophenol zu synthetisieren, besser bekannt als Paracetamol. Dabei handelt es sich um einen schmerz- und fiebersenkenden Arzneitstoff der beispielsweise in Kopfschmerztabletten vorkommt.

 Jonah löste die Knobelaufgaben so wie kein anderer. Für diese Leistung ist Jonah in Merseburg als bester Nachwuchschemiker Mitteldeutschlands in der Kategorie Theorie ausgezeichnet worden. Bei den Neuntklässlern hat Johannes Günzl vom thüringischen Albert-Schweitzer-Gymnasium Erfurt das Rennen gemacht. Als Preise haben die Olympioniken neben den Siegerurkunden nicht nur dicke Chemiebücher bekommen. Auch konnte Johannes und Jonah bei den vielfältigen Aktivitäten, wie einem Volleyballturnier und einem Bowlingabend, viele Kontakte zu anderen ChemieFans knüpfen.

Ob sich die neuen Freunde jemals wieder sehen? Eine erste Gelegenheit wird sich bald ergeben: als Gewinner von "Chemie - die stimmt!" wird sich Jonah für die Aufnahme in das deutsche Team für die Internationale Chemie-Olympiade bewerben. Sein jüngerer Mitstreiter Johannes wird sich demnächst noch einmal der nächsten Hausaufgabenrunde von "Chemie - die stimmt!" stellen. Die neuen Aufgaben gibt es ab Herbst auf der Homepage www.chemie-die-stimmt.de. Dort gibt es auch die vollständigen Siegerlisten zur aktuellen Olympiade.

Erfurt linksJohannesGuenzl

Text: Jan Bandemer

Bild: Louise Dittmar