WILLKOMMEN BEIM FCHO E.V.

Förderverein Chemie-Olympiade e.V.

Was vor 25 Jahren mit einem kleinen Kreis von zwölf ehemaligen Olympioniken begann, bildet heute ein Netzwerk aus über 550 Mitgliedern – Studierende, Professorinnen und Professoren, Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Industrie – verteilt über ganz Deutschland und darüber hinaus, die sich ehrenamtlich für die Förderung naturwissenschaftlich interessierter Schülerinnen und Schüler einsetzen. Diese bilden den Nachwuchs unseres Vereins, der stetig wächst.

Wie kann ich an der IChO teilnehmen?

Wie viele Atome sind in 32 Gramm Schwefel enthalten? Und wie lang wäre die Kette, würde man alle Schwefelatome hintereinander aufreihen?

Diese und ähnliche Fragen mussten am Mittwochmorgen etwa 450 Nachwuchschemiker im Rahmen einer anspruchsvollen Klausur beantworten. Sie alle hatten sich für die Landesrunden des Wettbewerbs „Chemie – die stimmt!“ für Schüler der Klassenstufen 8 bis 10 qualifiziert. Dieser wird vom FChO gemeinsam mit engagierten Lehrern organisiert.

 Obgleich die Frage nach den Schwefel dem Laien eine schier unlösbare Aufgabe scheint, ist deren Beantwortung für die Chemie-Asse ein Klacks: hatten sie sich doch bereits in einer Hausaufgabenrunde gegenüber mehr als 1800 weiteren Mitbewerbern durchgesetzt. Um sich mit den besten Schülern aus ihrer Region zu messen, wurden die Gewinner der Hausaufgabenrunde zu einem der 6 Austragungsorte der Landesrunden eingeladen: nach Berlin, Hamburg (gemeinsamer Austragungsort für Hamburg, Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein), Rostock (Mecklenburg-Vorpommern), Dresden (Sachsen), Naumburg (Sachsen-Anhalt) oder Jena (Thüringen).

Nach den mehr oder weniger beschwerlichen Anreisen zu den Austragungsorten brüteten die Schüler in einer 3-stündigen Klausur über einer Reihe weiterer kniffliger Fragen. In jedem der Hörsäle und Aulen, in denen die Klausuren stattfanden, rauchten jeweils 30 Köpfe je Klassenstufe. In Berlin, Hamburg und Rostock waren nur Neunt- und Zehntklässler am Start. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen knobelten auch Achtklässler. Bei dem Wettbewerb „Chemie – die stimmt!“ geht es jedoch nicht allein um den Wettstreit. Vielmehr bietet er naturwissenschaftlich interessierten Schülern die Möglichkeit, sich zu begegnen, neue Kontakte zu knüpfen und mit Gleichgesinnten einen erlebnisreichen Tag zu verbringen. So war im Anschluss an die Klausur und das gemeinsame Mittagessen an jedem Veranstaltungsort für unterhaltsame Weiterbildung gesorgt: durch den Besuch einer "Nano-Ausstellung" in Hamburg, durch die Besichtigung der historischen Klosteranlage der Landesschule Pforta in Naumburg und durch spannende bis explosive Experimentalvorträge, gehalten von renommierten Doktoren und Professoren der ansässigen Universitäten.
Währenddessen haben in einem gemeinsamen Kraftakt alle betreuenden Lehrer, Studenten und Oberstufenschüler die jeweils 300 bis 450 Aufgabenzettel korrigiert und rechtzeitig zur Siegerehrung die Platzierungen ermittelt. Die besten Nachwuchschemiker 2013 sind: 

Julius Sommer und Peter Pelzer (Berlin), Uwe Kleinschmidt und Johannes Schröder (Mecklenburg-Vorpommern), Magnus Wittern und Frodewin Brumshagen (Hamburg), Moritz Richter, Arne Wolf und Nik-Angus Engwer (Sachsen), Leonard Schnelting, Axel Kohlmann und Christoph Kirsch (Sachsen-Anhalt) sowie Johannes Günzl, Paul Rathke und Pascal Fichtel (Thüringen)

Alle Platzierten erhielten neben Teilnehmer- und Siegerurkunden wertvolle Buchpreise - großzügig gesponsert u.a. von den Verlagen Wiley, Cornelsen und DE GRUYTER. Während der Wettbewerb für die Achtklässler damit bereits zu Ende ging, sicherten sich alle platzierten Neunt- und Zehntklässler die Teilnahme an der großen Finalrunde, die im Juni parallel in Merseburg und Rostock stattfindet. 
Dass sich die Schüler die Preise wohl verdient hatten, bleibt ohne jeden Zweifel. So gab zum Beispiel Axel Kohlmann, Neuntklässler und Gewinner des Sachsen-Anhaltinischen Wettbewerbs, auf die Frage nach den Schwefelatomen die verblüffende Antwort:
„In 32 Gramm Schwefel ist die unvorstellbar große Zahl von 600 Trilliarden Schwefelatomen enthalten. Allein eine Trilliarde Schwefelatome besteht aus einer Milliarde Billionen Teilchen. All diese Atome hintereinander aufgereiht ergäbe eine Kette von 125 Milliarden Kilometern Länge. Das ist etwa achthundertmal weiter als der Weg von der Erde bis zur Sonne.“
Erschöpft vom vielen Grübeln und den neuen Erfahrungen, sind die Olympioniken nach der Siegerehrung wieder abgereist. Fast alle waren sich einig: Sie wollen im nächsten Jahr wieder bei "Chemie - die stimmt!" dabei sein. Die neuen Aufgaben dafür finden sie im Herbst 2013 unter www.chemie-die-stimmt.de.

 

 

Weitere Informationen

Presseverantwortlicher von "Chemie - die stimmt!": Jan Bandemer

Bilder von den Landesrunden gibt es auf der Facebookseite des FChO.

www.chemie-die-stimmt.de

www.fcho.de