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PRäVENTIONSMETHODEN BEI WIEDERKEHRENDEM BRUSTKREBS

Meinem Wunsch, das Schnupperpraktikum bei Bayer HealthCare im Bereich Diagnostics Research zu absolvieren, ist entsprochen worden. Während der Großteil der Diagnostik Forschung von Bayer HealthCare in den USA angesiedelt ist, arbeiten in dem Bereich Diagnostik Forschung  im Werk Leverkusen 32  Mitarbeiter. In dieser fast familiären Atmosphäre bekam ich während meines zweiwöchigen „Schülerpraktikums“  einen interessanten Einblick in zwei Arbeitsgruppen und hatte Gelegenheiten mich auch mit den anderen Mitarbeitern über Zukunftsperspektiven in diesem Wissenschaftsbereich zu unterhalten.

Das zentrale Forschungsthema der Abteilung ist die Entwicklung von in vitro diagnostischen Methoden und Techniken, Brusttumore auf der molekularen Ebene detailliert zu charakterisieren. Damit soll der behandelnde Arzt in die Lage versetzt werden, eine für einen spezifischen Tumor optimale Therapie auszuwählen. Ein eventuell rezidivierender Tumor soll dann mit zellulären Assays frühzeitig erkannt werden, um eine effektive Folgetherapie zu erleichtern.  Die erste Woche verbrachte ich in der Arbeitsgruppe von Frau Dr. Bohmann. Zusammen mit ihren beiden Labormitarbeitern beschäftigt sie sich damit, wie sich Tumorzellen im Blut identifizieren lassen. Bayer HealthCare arbeitet hier an einen neuen reporter-basierten Verfahren, das im derzeitigen Forschungsstadium auch arbeiten der Sicherheitsstufe S2 beinhaltet. Leider durfte ich daher selbst wenig experimentieren. Derartige Forschungsvorgaben stecken derzeit noch in den Anfängen, so dass ich neben einigen speziellen Experimenten auch allgemeine Versuche im Bereich der Molekularbiologie zu sehen bekam. Das gelegentliche Pipetieren mit Eppendorf Pipetten erwies sich aber auch schon als „Erlebnis“ im Vergleich zu unseren Schulexperimenten. An abwechslungsreichen Betrachtungen mit den entsprechenden Hintergrundinformationen hat es mir dagegen nicht gemangelt, jeder Tag brachte Neues und Interessantes: Die Herstellung von Agarose-Gel, die Verdauung oder Isolierung von DNA, die Erneuerung von Blutzellmedien und anschließend natürlich deren Auswertung unter Benutzung verschiedener Geräte.
Am letzten Tag in dieser Abteilung konnte ich selbst eine kleine Versuchsreihe durchführen. Unter Anleitung färbte ich Zellen und wertete danach die Ergebnisse unter dem Mikroskop aus.

    Meine zweite Woche verbrachte ich im Labor nebenan bei Herrn Dr. Munnes. Zielsetzung seiner Arbeitsgruppe ist es, die Gene herauszufinden, die die Sensitivität bzw. Resistenz von humaner Brusttumore auf spezifische Therapien vermitteln.  Auch hier hatte ich wieder die Möglichkeit verschiedenartige Versuche mit zu verfolgen: die Isolation von RNA aus in  flüssigem Stickstoff gefrorenem Gewebe oder die Charakterisierung von RNA mittels verschiedener Techniken. Ich bekam zudem die Aufgabe einige Versuche selbstständig am Computer auszuwerten.

Wie aus meinem bisherigen Bericht zu entnehmen ist, hat mir dieses Praktikum sowohl an Kenntnissen als auch Eindrücken so manches gebracht. Ich bin konfrontiert worden mit aktuellen Forschungsaufgaben auf dem Gebiet der Molekularbiologie, mit Realisierungsplänen und –vorhaben, mit praktischen Umsetzungen an „High-Tech“-Geräten und nicht zu vergessen mit dem Alltag eines Molekularbiologen.


Michaela Mitschke