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BERICHT LANDESSEMINAR 2009

Traditionell veranstaltet der Förderverein der Chemieolympiade in jedem Jahr für die besten Schüler der zweiten Auswahlrunde sogenannte Landesseminare, bei dem die Teilnehmer kennen lernen können und in Kontakt mit der chemischen Industrie kommen. In Bayern übernehmen üblicherweise drei Betriebe die Aufgabe, den Olympioniken einen Einblick in die chemische Arbeitswelt zu geben. Im Jahr 2009 war die Alzchem Trostberg an der Reihe, die Teilnahme am Wettbewerb mit einem interessanten Programm zu belohnen.

Dazu gehörte unter anderem eine Standortführung, die Einblicke in die Produktion von Calciumcarbid und die Weiterverarbeitung zu Keratin gab. Besonders beeindruckend war die Präsentation einer CO2-Extraktionsanlage, in der natürliche Aromen gewonnen werden konnten, und eine Vorstellung der Bauchemie der Alzchem, die sich mit der Erforschung modernster Betontechnik beschäftigt. Entsprechende Vorträge von Mitarbeitern erklärten das Gesehene. Dass nicht nur das Produkt selbst eine Rolle im chemischen Industriealltag spielt, wurde bei einer Besichtigung der betriebseigenen Kläranlage und einer Demonstration der Werksfeuerwehr deutlich. Auch gaben Gespräche mit Mitarbeitern der Personalabteilung gute Hinweise, wie eine Bewerbung bei der Alzchem funktionieren kann.  Am Abend fand eine große Fragerunde statt, bei der sich die Teilnehmer mit dem Vorstand des Standorts über die beruflichen Möglichkeiten unterhalten konnten.  Ein weiterer Programmpunkt war traditionell das praktische Arbeiten im Labor. Die Ausbilder nahmen sich dazu einen Tag Zeit, um mit den Schülern Paracetamol herzustellen und anschließend auf mehrere Arten die Reinheit und Qualität des Produktes zu überprüfen. Der Besuch wurde abgerundet durch einen Experimentalvortrag passend zum Anlass des Besuches über olympische Höchstleistungen, der die Besucher ausnahmslos begeisterte.

Außerhalb des Betriebs wurde am Morgen der Abreise den Teilnehmern noch die Möglichkeit angeboten, Aufgaben aus höheren Runden der Chemieolympiade zu bearbeiten. Da diese relativ anspruchsvoll sind, stand Michael Hell als ehemaliger Goldmedaillengewinner und Repräsentant des Fördervereins Chemie-Olympiade e. V. zur Seite und beantwortete aufkommende Fragen.

Die Teilnehmer waren sich einig, dass das Landesseminar ein gelungenes war und als solches auf jeden Fall eine hervorragende Möglichkeit bietet, einen Einblick in einen chemischen Betrieb zu bekommen und nicht zuletzt Gleichgesinnte zu treffen und Freundschaften zu schließen.

Martin Strebl